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Das Einrauchen

Muss eine Pfeife eingeraucht werden?

Unter dem Einrauchen einer Pfeife versteht man den Aufbau einer schützenden Kohleschicht, die aus Aschepartikeln, Tabakresten und verbrannten natürlichen Zuckerstoffen besteht. Der sogenannte Cake legt sich gleichmäßig an die Wände der Brennkammer und dient als Dämmung und Schutz des Holzes vor der direkten Einwirkung der Glut. Ebenso nimmt diese Kohleschicht  Kondensat und Feuchtigkeit und leistet somit einen Beitrag zu trockenem Rauchgenuß. 

 

Mit oder ohne Einrauchpaste?

Auch hier sind wir nicht dogmatisch, schließlich  sind sich noch nicht einmal die Hersteller einig sind, die am meisten vom Thema verstehen.  Manche verzichten bewusst auf den Gebrauch von Einrauchpaste, so daß die Qualität und Schönheit des Holzes im Innenraum sichtbar bleibt, andere befürchten Durchbrenner ersetzen zu müßen und treffen dementsprechend Vorkehrungen.

Eine Einrauchpaste die wirklich beim Aufbau eine Kohlschicht hilft und das Holz schützt besteht üblichweise aus Wasserglass und Schamott. Je rauer, desto funktioneller, denn dann bildet sich die echte Kohleschicht innerhalb kurzer Zeit.  Optimalerweise wird Einrauchpaste in mehreren dünnen Schichten aufgetragen und kann zwischenzeitlich austrocknen. Freehandkünstler nehmen sich schon mal diese Zeit, aber bei Serienpfeifen wird durchaus auch einfach mal nur schwarze Farbe verwendet, woraus sich unschwer deuten lässt, daß die Gefahr eines Durchbrenners geringer ist, als weithin vermutet. In aller Regel kommt es nur durch hartnäckiges Ignorieren einer Vielzahl an Anzeichen tatsächlich zu einem irreparablen Durchbrenner.   

 

Das Rauchen

Anfängern empfehlen wir mit einer geraden Pfeife zu beginnen. In gebogenen Pfeifen sammelt sich schneller Kondensat am Boden und damit neigen diese zum Ausgehen. Desweiteren braucht man ein wenig Zubehör, nämlich einen Pfeifenstopfer, eine Packung Reiniger, aus möglichst saugstarkem Material und eventuell Filter. Im Fachhandel gibt es hierzu auch schon fertige Einsteigersets, die alles nötige beinhalten. Ab ca. 35 Euro geht´s los. Diese No-name Fabrikate sind zwar meist keine Augenweide, aber Sie erfüllen durchaus ihren Zweck. Wenn es gleich zu Beginn schon eine vernünftige Markenpfeife sein darf, können Sie ein Budget von 60 Euro aufwärts einkalkulieren. 

Neben der Hardware, braucht man natürlich noch Tabak. Beliebt sind bei Anfängern meist leicht aromatisierte Mischungen, die auch bei Damen gut ankommen. Keine andere Art des Rauchens bietet Ihnen ein derart Aromenspektrum. Manch einer findet seinen Lieblingstabak relativ schnell, andere suchen ein Leben lang. Echte Männer rauchen natürlich naturbelassene englische Mischungen oder reine Virginia-Mischungen, -  und die dann selbstverständlich ohne Filter... 

 

Das Stopfen

Füllen Sie die Pfeife im unteren Drittel mit minimalem Druck. Achten Sie dabei das der Tabak das Zugloch nicht verstopft. Das mittlere Drittel stopfen Sie ein wenig fester. Das obere Drittel können Sie fest andrücken. Wichtig ist, immer wieder kurz an der Pfeife zu ziehen und nachzuprüfen, ob der Zugwiderstand zu stark oder zu leicht ist. Der Vorgang des Stopfens entscheidet über den späteren Genuß, hier kann man die Rauchdauer und die Intensität variieren. Stopft man fest, bringt man mehr Tabak in die Pfeife und raucht dementsprechend langsamer und länger, stopft man locker, raucht man kürzer, aber auch heißer. Später klappt das sogar mit der drei Finger Methode, aber bis dahin braucht es noch ein wenig Übung.

 

Das Anzünden

Zum Entzünden empfehlen wir Streichhölzer oder spezielle Pfeifenfeuerzeuge.  Benzinfeuerzeuge beeinträchtigen den Geschmack. Entzünden Sie dann den Tabak gleichmässig mit kreisenden Bewegungen. Ziehen Sie dabei an der Pfeife. Der obere Tabak hebt sich und kann deshalb die Glut nicht in die unteren Schichten weitertragen. Stopfen Sie deshalb den Tabak nochmals nach. Entzünden Sie den Tabak erneut und ziehen dabei etwas fester, damit die Glut auch in die unteren Tabakregionen vordringt.  

 

Das Rauchen

Rauchen Sie langsam und ziehen Sie nicht zu heftig, versuchen Sie quasi ganz natürlich durch die Pfeife zu atmen, sonst erzeugen Sie Temperaturen, die selbst ein extrem hitzebeständiges Holz wie Bruyere überfordern kann (siehe Rubrik Pfeifenfriedhof...). Weiterhin sammelt sich sonst zu viel Feuchtigkeit am Boden und die Pfeife beginnt Blubbergeräusche von sich zu geben und die Pfeife geht Ihnen dann ständig aus. Um dies zu vermeiden gibt es übrigens auch kleine Kristalle, die man vorher in den Pfeifenkopf gibt, z.B. Denicool. Geht die Pfeife aus, was am Anfang häufiger passiert, aber auch geübten Rauchern immer wieder passiert, drücken sie die bereits gebildete Ascheschicht leicht an und zünden wieder wie zuvor an. Ja, ihre Zunge wird zu Beginn unangenehm brennen und sich "pelzig" anfühlen, denn Sie ist das alles noch nicht gewohnt. Macht aber nix, da müssen Sie jetzt einfach mal durch. Hätten Sie jetzt gerade mit Sport angefangen, hätten Sie sich weniger entspannt und statdessen Muskelkater.